Wer bin ich?

Ich weiß leider selbst noch nicht, wer oder was ich bin. Weil ich auch durch Definition meines Seins meine geistige Freiheit nicht in Ketten legen möchte, denke ich, dass eine Übersicht meiner Fähigkeiten zu einer Annäherung dessen führt, wer oder was ich bin - So kannst du dir selbst ein Bild machen.


Meine Fähigkeiten

Ich drifte im Laufe der Projektaufzählung immer mehr in Themengebiete ab, die einen immer persönlicheren Bezug haben. Aber im Endeffekt ist das alles Teil dessen, was mich letztendlich ausmacht. Ich fange mal mit der Übersicht meiner Fähigkeiten an...

Business

• Business-Entwicklung

Ich war CEO/CTO meiner eigenen Firma für ca. 8 Jahre. Danach wurde das Hauptprodukt der Firma inkl. Personal verkauft. Ich habe mich mehrmals beim Aufbau neuer Firmen beteiligt. Zu meinem bisherigen Aufgabengebieten gehörte auch der Aufbau von Abteilungen für zB. Support oder Entwicklung.

• Produkt-Management

Ich habe rund um mein eigenes Produkt eine Firma aufgebaut. Nun betreibe ich dieses Produkt beim Käufer weiter. Inzwischen habe ich neue IOT Produkte. Ich habe beim Aufbau mehrerer Produkte beratend mitgewirkt.

• Projekt-Management

In den ca. 8 Jahren meiner Firma habe ich etliche Kundenprojekte realisiert und noch viele weitere unter dem Käufer ihres Hauptprodukts. Das beinhaltet Kunden verschiedenster Größenordnungen.

Software

• Web-Entwicklung

Ich bin im Moment zu ca. 80% Software-Entwickler und habe im Bereich der Cloud Services die größte Anzahl meiner Software-Projekte realisiert. Das beinhaltet die Interaktion und Koordination mit kleinen bis mittelgroßen Teams und umfasst mehrere Plattformen bzw. Betriebssysteme sowie deren jeweilige systemnahe Integration.

• Mobil-Entwicklung

Ich habe für meine IOT-Produkte eigene Apps für IOS und Android gebaut und beherrsche alle notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse, um Apps selbstständig zu entwickeln.

• Mikrocontroller-Entwicklung

Meine IOT-Geräte sind alle SoC-basierte Mikrocontroller mit unterschiedlicher Architektur. In den meisten Fällen kommuniziere ich auf einem ESP32-SoC mit Apps via BLE und mit der Cloud-Infrastruktur via WIFI bzw. Mobilfunk (GPRS, NB-IOT, LTE-M). Ich beherrsche auch Techniken für Batteriebetrieb.

• Software-Architektur

Ich versuche stets einen Überblick über gängige und neue Technologien zu behalten, um jederzeit mit gutem Gewissen ein Software-Projekt konzipieren zu können. Dazu greife ich auf ein breites Erfahrungsspektrum hinsichtlich Umsetzbarkeit, Wartbarkeit und Pflegefähigkeit.

Hardware

• IoT-Geräte

Ich kann Geräte-Prototypen mit SoC bauen. Darunter fallen Lötarbeiten sowie Entwurf von Schaltkreisen bzw. Handhabung üblicher, elektronischer Bauteile.

• PCB-Design

Einige meiner IOT-Geräte haben eigens designte PCB-s, um die Produktion zu erhöhen. Ich bin aber noch mit keinem meiner IOT-Produkte in Größenordnungen von Massenproduktion gekommen - Betonung auf "noch".

Technisch

• VoIP

Das zentrale Produkt meiner ersten Firma war eine Cloud-Telefonanlage für Provider als Whitelabel-Produkt. Nach dem Verkauf des Produkts kam die vollautomatisierte Cloud-Infrastruktur zur Hochskalierung hinzu.

• Streaming

Ein wichtiger Bestandteil vieler auf der Telefonanlage basierenden, kundenspez. Projekte beinhalten die Komponente Video- und Audio-Streaming. Als Videograf habe ich natürlich tiefergehende Kenntnisse und Fähigkeiten rund um Podcasting und Live-Videostreaming.

• Echtzeit-Kommunikation

Ich beherrsche notwendige Kommunikationsprotokolle, um Geräte beliebiger Kategorien untereinander kommunizieren zu lassen. Von Low-Level-Signalverarbeitung (Infrarot-, Ultraschall-, Hall-Sensoren etc.) bis hin zu High-Level-API-Kommunikation (Websocket, MQTT, SOAP etc.) habe ich im Laufe unterschiedlicher Projekte diverse Technologien kennengelernt.

• Cloud-Infrastruktur

Ich betreue einerseits eine internationale Cloud-Infrastruktur für Telefonanlagen und habe damit über div. Iterationen hinweg Erfahrungen mit unterschiedlichen Virtualisierungstechnologien gesammelt und betreibe selbst ein Cluster als zentrale, hochskalierbare Cloud-Infrastruktur für meine eigenen IOT-Produkte.

• Schnittstellen-Design

Alle meine bisherigen Produkte bzw. Projekte haben eine von mir eigens gebaute API. Ich bin hierbei mit den gängigen Praktiken der Handhabung vertraut.

• Datenbank-Design

Ich arbeite hauptsächlich mit MySQL, habe aber natürlich div. andere Datenbank-Formen in unterschiedlichen Projekten eingesetzt. Dazu fallen genauso NoSQL-Datebanken wie zB. Redis.

• Betriebssystem-Integration

Ich bin jahrelanger Mac-User, war früher ein aktiver Windows-User und nutze Linux schon, seit ich tippen kann. Ich benutze proaktiv IOS und Android auf mobilen Geräten. WatchOS und WearOS nutze ich abwechselnd, halte mich aber up-to-date.

Kreativ

• Fotografie

Ich bin seit mehreren Jahren selbstständiger Fotograf und habe meine Stärken auf die Bereiche Landschaft, Menschen (inkl. Retusche) sowie Innen- und Außenarchitektur etabliert, habe aber auch einige Erfahrung mit Reportage-Fotografie wie zB. Hochzeiten gesammelt.

• Videografie

Zuerst rein aus der Neugier heraus - später dann auch professionell - hat sich die Videografie für mich entwickelt. Spezialisiert habe ich mich dann irgendwann auf Hochzeitsvideografie - Dies war zeitlich für mich praktikabel und hat mir und anderen auch am meisten Freude bereitet. Für mich persönlich nutze ich dieses Skillset für Interviews oder Reise-Vlogs.

Interessen

• Elektro-Mobilität

Ich bin all-in für Elektro-Mobilität und habe im Rahmen dessen mehr über Strom gelernt als mit meinem Engagement in der Elektrotechnik...

• Oldtimer

Ich mag auch simple Mechanik, habe selbst einen Oldtimer und baue auch als Hobby-Projekt das Fundament eines zukünftigen Projekts: Ein Baukasten für einen zentralen Computer mit Telemetrie für Retrofitting im Rahmen von Elektro-Umrüstungskits für Oldtimer. Das soll die Steuerung von diversen Komponenten abstrahieren, sodass sich umgerüstete Oldtimer wie moderne Elektrofahrzeuge aus einer Hand anfüllen können und ein zentrales Steuerelement zzgl. App haben - wie bei Tesla...

• Motorräder

Ich war bis zu meiner eigenen Firmengründung leidenschaftlicher Motorradfahrer. Das habe ich dann selbstloserweise zum Schutze der Firma aufgegeben.

• Hunde

Mein bester Freund ist ein Hund.

• Reisen

Ich reise so viel, wie ich kann, ohne meine anderen Lebensziele zu gefährden.


Prägende Projekte

Die nachfolgende Liste wurde aus dem Gedächtnis rekonstruiert und präsentiert einige Projekte, die ich im Laufe meiner Laufbahn realisiert habe, von denen ich behaupten kann, dass ich mehr als nur Übung mitgenommen habe.

Latein

Meine ersten Erfahrungen mit der Software-Entwicklung habe ich gesammelt, indem ich lateinische Wörter analysiert habe. Hauptsächlich ging es bei diesem Tool darum, die Grammatik präzise zu lernen. Damit habe ich bewiesen, dass man Mathematik nur für Software-Entwicklung braucht, wenn man mathematische Probleme behandelt - Analog zum Latein-Beispiel zumindest. Latein hat leider mehr Ausnahmen als Regeln, somit war das Tool ohne Datenbank nur bedingt nützlich.

Kryptografie

Bevor ich noch wusste, was MLM ist, bin ich in die Welt der Kryptografie eingetaucht und habe mir die Technologie der asymmetrischen Verschlüsselung zu Nutze gemacht, um ein Kundenprojekt umzusetzen, das technologisch beschränkt in der Hierarchie nach unten lesen konnte und nach oben nicht. Zumindest habe ich dabei viel über Kryptografie gelernt.

Verwaltung

Für den administrativen und operativen Bedarf eines Kleinunternehmens habe ich eine Plattform gebaut, mit der das Unternehmen einerseits Kunden, Mitarbeiter, Fuhrwerk sowie den Einkauf und andererseits Montagen inkl. Angebots- und Rechnungslegung verwalten konnte. Von diesem Projekt habe ich mehr über Buchhaltung gelernt als in der Vorlesung "Buchhaltung und Bilanzierung" auf der Uni. Jedenfalls war dies das erste Tool, das ein Betrieb zur Abdeckung jeglicher Organisation und Buchhaltung genutzt hat. Das hat mir durchaus einen Motivationsschub gegeben.

Immobilien

Für ein Maklerunternehmen habe ich eine Software gebaut, mit der Immobilien und Interessenten verwaltet wurden. Dazu gab es bidirektionales Matching von Suchprofilen - Einerseits von der Immobilie und andererseits von den Interessenten. Daraus habe ich Know-How zum Entwurf von Filter-Algorithmen und Meta-Tagging mitgenommen. Im Rahmen dieses Projekts habe ich auch zum ersten Mal auch über Schnittstellen mit anderen Plattformen kommuniziert. Es gab noch viele solcher Plattformen, die ich gebaut habe - Einige werden heute noch betrieben. Langsam hat sich aber der Gedanke der Wiederverwertung entwickelt...

Buchhaltung

Für den eigenen Bedarf habe ich ein Buchhaltungs-System gebaut, das mir ermöglicht hat - wohlgemerkt, als Software noch als Windows-Applikation üblich war und Schnittstellen eher unüblich waren - automatisiert von divsersen Systemen und Produkten heraus, automatisiert Rechnungen zu erstellen. Damit konnte ich dann für die Telefonanlage ein vollautomatisiertes Lizenz-System haben, das eine Per-Use-Policy unterstützt hat. Im Grunde wurde das dann in weiterer Folge für Dienstleistungen mit monatlicher Sammelabbuchung, Dienstleistung-Budgets usw. genutzt. Es konnte auch automatisiert Zahlungen durch Import von Kontoauszügen automatisiert zuordnen und wurde später durch ein automatisiertes Mahnwesen erweitert. Im Endeffekt war es mein erstes, eigenes Cloud service und es hatte die Fähigkeit, meinen kompletten Bedarf abzudecken. Irgendwann wurde es dann generalüberholt und um eine Benutzeroberfläche erweitert, um es für andere als Produkt verfügbar zu machen - Aber zu einem Launch ist es leider nie mehr gekommen, weil das Hauptprodukt der Firma dann verkauft wurde und die Firma danach nicht mehr gewerblich aktiv war. Dabei hab ich aber zum ersten Mal gelernt, dass Software niemals kundenspezifisch sein sollte, sondern immer als Cloud service multi-mandantenfähig sein sollte.

Netzwerk

Eines der ersten Produkte meiner Firma war ein Netzwerk-Überwachungs- und Qualitätssicherungs-Tool. Ich habe in diesem Produkt eine vollständige Marke mit einem eigenständigen Portfolio aufgebaut. Ich war der festen Überzeugung, Monitoring auf das nächste Level gehoben zu haben. Es hätte nämlich Diensten die Möglichkeit geben sollten, Qualitätsansprüche an die Infrastruktur stellen zu können, sodass ein intelligentes Monitoring daraus abgeleitet werden konnte. Bis dahin waren nur einfache, logische Schaltungen üblich. Mit meinem Tool war es möglich, komplexe, infrastrukturelle Verkettungen abzubilden und diese dann als logische Bausteine für Dienste zu referenzieren. Damit konnte man SLA-Richtlinien für Dienste visualisieren, die von komplexen Infrastrukturen abhängen, deren einzelne Bausteine redundant sind. Ich dachte, das sei revolutionär, aber ich hab das Tool nie verkauft und ich habe daraus gelernt, dass es sehr schwierig ist, Tools zu bauen, deren Kundenprofil in einer Größenordnung liegt, zu der ich keinen Zugang habe.

Telefonanlage

Das ist im Endeffekt ein Produkt gewesen, das ich nur selbst in rudimentärer Form gebaut habe, weil das Netzwerk-Tool mein Startkapital erschöpft hat und ich in weiterer Folge keine finanziellen Reserven für eine Telefonanlage gehabt habe. Im Endeffekt hätten die nachfolgenden Jahre nur Software-Entwicklung als Dienstleistung sein sollen, aber ein Bestandskunde nach dem anderen wollte auch so eine "moderne" Telefonanlage haben. Irgendwann gab es dann nur individuelle Telefonanlagen-spezifische Projekte und bei ca. 30 Kunden bin ich mit der Pflege nicht mehr hinterher gekommen. Deshalb hab ich dann daraus ein eigenständiges Produkt gebaut, das eben genau dieses Problem gelöst hat: So ist daraus eine wartungsfreie, skalierbare Cloud-Telefonanlage entstanden. Diese hat dann in ihrem Funktionsumfang alle bisherigen Funktionen der individuellen Projekte inkludiert und hat sogar eine zur Verwaltung eine Benutzeroberfläche erhalten. Es gab sogar eine Hardware-Appliance als Variante, weil "Cloud" oder "Virtualisierung" noch zu futuristisch für die meisten war. Alle Kunden haben sich auf das Produkt umstellen lassen, weil sie natürlich viele Funktionen erhalten haben und die Verwaltung selbst machen konnten, anstatt dafür Dienstleistung zu bezahlen. Das war nicht nur sehr innovativ, sondern sogar seiner Zeit sehr voraus. Dieses Produkt ist auch heute noch der Mittelpunkt meiner Arbeit - auch, wenn es heute eine hochskalierte Cloud-Infrastruktur ist, die Provider nutzen, um eine Telefonanlage ihren Endkunden bereitzustellen. An diesem Produkt habe ich gelernt, was es bedeutet, für kritische Infrastruktur in skalierter Form verantwortlich zu sein.

Cloud service

Ich hatte natürlich nach dem Erfolg der Telefonanlage Visionen und Pläne. Ich habe vermutlich ein ganzes Jahr investiert, um die Telefonanlage als Multi-Mandanten-System zu bauen. Es hätte infrastrukturelle Kostenreduktion bedeutet, hätte viel Gelerntes integriert und hätte eine vereinfachte Form der Telefonanlage werden sollen. Die Idee war natürlich, Skalierung als Einnahmequelle auszunutzen und den Einrichtungsprozess als Kostenfaktor und Hürde wegzurationalisieren. Ich wurde eines besseren belehrt, weil mit Impetus und Wille auch ein individuelles Produkt vollautomatisiert bereitgestellt werden konnte, aber ohne die Nachteile eines Multi-Mandanten-Systems - insbesondere, wenn es sich um ein kritisches System mit dem Anspruch von Hochverfügbarkeit handelt. Das Produkt hat somit niemals das Tageslicht gesehen und wurde in seiner finalen Phase archiviert. Daraus habe ich mehr fürs Leben mitgenommen, als ausreichend gewesen wäre. Einmal mehr habe ich das perfekte Produkt gebaut - nur um dann zu realisieren, dass ein Produkt ein ganzes Öko-System benötigt, um als Produkt erfolgreich zu sein. Kompromisse haben kurze Beine - Das sollte ein sinnvolles Credo für mein weiteres Business-Leben werden.

Vertrieb

Als meine Firma im Glanz ihrer Blüte gestrahlt hat - wenn man das nicht so sagt, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt damit anzufangen - und diverse Tätigkeiten in meiner Firma gut besetzt waren, war ich hauptsächlich als Verkäufer tätig. Im Endeffekt war unser damaliges Konzept von Marketing, proaktiver Kunden-Akquise und kompetenter, technischer Beratung bereits beim Erstgespräch so untypisch, dass wir viele Kunden begeistern konnten. Unser einziges Problem war die Man-Power und die Größenordnung der Kunden, die wir als Anbieter einer kritischen, infrastrukturellen Komponente mit Hochverfügbarkeitsanspruch in einem historisch bedingt sehr konservativen Markt überhaupt adressieren konnten. Aber zu den meisten solchen Kunden bin ich eigentlich nur die Unterschrift abholen gegangen. Mit der Zeit habe ich ein Verständnis entwickelt, worauf Geschäftsführer schauen - und auch, welche Dosis von technischer Verliebtheit wie gut mit welcher Business-Attitüde zusammenpasst. Dabei habe ich ganz einfach gelernt, den Kunden zu gefallen.

Hardware-Appliance

Viel Know-How ist notwendig, um ein Hardware-Produkt so zu bauen, dass es lange funktioniert. Unsere Telefonanlage wurde wegen der kompakten Bauform oft nicht als Server betrachtet, sondern mehr wie ein Modem oder Router. Wir haben das natürlich adressiert, aber trotzdem wurde hier selten auf USV-s gesetzt oder darauf geachtet, das System ordentlich herunterzufahren, bevor es vom Strom getrennt wurde. Das hat dann dazu geführt, dass ich sehr viel Know-How in die automatische Pflege der Dateisystem-Integrität sowie auch laufende Sicherung gesteckt habe. Das Produkt hat sich sowohl intern als auch extern permanent gesichert und wurde immer reifer hinsichtlich Selbstdiagnose und automatischer Reparatur. Selbst Tesla hatte vor Kurzem ein Fiasko mit den müde werdenden Datenträgern der ersten MCU-Version. Wir konnten irgendwann das Problem so gut in den Griff bekommen, dass wir aus dem Backup eine Speicherkarte rekonstruieren und dem Kunden zuschicken konnten, noch bevor dessen Dateisystem-Integrität vollständig kaputt war. Das alles nur, weil unsere Man-Power nicht ausreichend war, um österreichweit Vor-Ort-Service bereitstellen zu können oder Service-Center zu betreiben. Daraus habe ich gelernt, dass "Cloud" bzw. Virtualisierung einfach sinnvoller ist.

Fotografie

Zunächst aus purem Interesse - später dann als Wiederentdeckung meiner Kreativität - habe ich mich in die Fotografie als Hobby gestürzt. Zuerst natürlich auf die Technik, dann auf das Know-How. Irgendwann hab ich dann realisiert, dass meine perfekten Fotos wertlos waren. Nach einem Besuch bei der Fotoakademie von Herman Herzele wurde mir klar, dass es bei der Fotografie nicht um die Fotografie geht, sondern, dass die Fotografie nur ein Werkzeug zum Ausdruck meiner Emotionen oder Gedanken ist - Wie Worte bei einem Schriftsteller. So wurde ich dann Künstler und alles war gut. Leider kam dann mein Business-Geist trotzdem hervor und es wurde trotzdem irgendwie alles professionell. Ich bekam dadurch Bestätigung und ich wollte dies natürlich als Bestätigung für meine Kunst wahrnehmen und war dann mehr oder weniger in diesem Kreislauf der professionellen Fotografie gefangen. Sehr viel Zeit und sehr viele Aufträge sind vergangen, bis ich einen Weg aus dieser "Gefangenschaft" gefunden habe. Ich habe die Videografie entdeckt und habe meine professionelle Tätigkeit dorthin verlagert und konnte somit die Fotografie für mich selbst wiedergewinnen. Ich habe zwar bisher noch nicht zur Kunst wieder zurückgefunden, aber ich praktiziere die Fotografie nun ausschließlich für Spaß-Projekte und für die Landschaftsfotografie und rechtfertige damit auch noch meine stetige Reiselust.

Videografie

Gut ein Jahr lang hab ich Videografie auf Youtube "studiert" und selbst kein einziges Video produziert, sondern hauptsächlich nur im Wohnzimmer gelernt. Ganz spontan hat sich dann irgendwann ergeben, dass ich ein Event-Video für einen Fotografie-Bestandskunden produzieren sollte. Weil ich ja theoretisch und halb-praktisch Ahnung davon hatte, was ich tue, hab ich das auch hervorragend gemacht. Damit war beschlossen, dass ich die Videografie ab sofort auf Basis von Kundenaufträgen weiterlerne... Ich habe dann viele, verschiedene Aufträge angenommen und mich irgendwann an ein Hochzeitsvideo gewagt. Ich hatte so ganz spezielle Präferenzen - bspw. war ich fasziniert von Vintage-Objektiven - und mir hat kein einziges Hochzeitsvideo gefallen, das ich sonst so im Internet gesehen habe und ich hatte eben ganz eigenständige Vorstellungen davon, wie so ein Hochzeitsvideo gemacht werden sollte. Idealerweise war das für mich kein finanzielles Standbein, sondern ein Nebenverdienst und so konnte ich mir Kunden suchen, die zu meinen Vorstellungen gepasst haben und musste nicht Vorstellungen von Mainstream-Kunden entsprechen. Somit konnte ich meinen Stil weiter entwickeln und ich hab mich so auf Hochzeits-Videografie mehr oder weniger spezialisiert. Das lässt sich sehr gut mit meiner Freizeit-Kapazität vereinbaren und es macht mich glücklich.

Oldtimer

Zuerst wollte ich bei meinem Oldtimer, der noch per Seil aus dem Getriebe einen mechanischen, sehr unpräzisen Tacho hat, ein Technik-Upgrade verpassen. Es sollte ein Magnetkontakt am Rad die Geschwindigkeit messen und ein Servo oder Schrittmotor im originalen Instrument die Nadel bewegen. Das Projekt ist irgendwie eingeschlafen. Monate später wollte ich mich mit Heim-Automatisierung beschäftigen und wollte grundsätzlich mehr Kontrolle über nicht-smarte Geräte in meinem Zuhause haben. So habe ich die Thematik mit Mikrocontrollern wieder aufgegriffen. Es hat sich dann rausgestellt, dass ich ein sehr, sehr tiefes "rabbit hole" entdeckt hatte. Im Endeffekt habe ich dann mit den meisten, am Markt verfügbaren SoC-Plattformen gespielt und dann auch verschiedenste Sensoren und anderweitige Peripherien angebunden und mein Horizont wurde dann schon zu sehr erweitert, als dass ich es einfach bei Heimautomatisierung belassen hätte.

IoT

Im Endeffekt habe ich dann mein bestehendes Know-How zum Aufbau von Cloud-Infrastruktur herangezogen und einen Cluster als Knotenstelle für alle zukünftigen IoT-Projekte aufgebaut. Zu diesem Zeitpunkt war das alles noch Proof-of-Concept und ich wollte eine Plattform haben, über die ich volle Kontrolle habe und die mir sowohl Telemetrie als auch Fernsteuerung von noch undefinierten Geräten ermöglicht. Modulare Software-Architektur, redundante Hardware-Infrastruktur, Hochverfügbarkeit, dynamisches Datenmodell und dynamische Schnittstellen waren so grundsätzlich die Leitfäden. Monate später war das auch fertig und parallel dazu habe ich mein zentrales Framework für das IoT-"thing" gebaut. Das war ebenfalls ein kompatibles Grundgerüst mit OTA-Software-Update-Fähigkeit, BLE-Kommunikation, WIFI- und Mobilfunk-Unterstützung. Selbstverständlich konnte ich all die Sensoren aus dem Oldtimer-Projekt heranziehen und die Geräte nun fernsteuern oder die Daten sammeln. Über eine Brücken-Software war es dann auch mit Apple Homeklit oder Google Home koppelbar. Weitere Monate vergingen auch mit der Stabilisierung und Verbesserung aller Bausteine - Aber ich hatte noch immer kein Ziel und keinen Plan, was ich damit eigentlich machen könnte - außer der wagen Vorstellung, das ich damit alles machen könnte.

Apps

Ich war so überwältigt von den Möglichkeiten, die mir meine IoT-Infrastruktur geboten hat, dass ich eigentlich überall nur mehr potentielle "Smartifikation" gesehen habe. Das alles hatte aber meistens einen Haken: Ich konnte kein Massenprodukt vom Stapel nehmen und einem potentiellen Kunden einfach zuschicken, der es im Werkszustand übernimmt und dann einfach einrichtet. Die fehlende Know-How-Komponente waren Smartphone-Apps für IOS und Android. Tja - einige Monate später gehört nun auch das zum Sortiment meiner Skills.

Beckon

Ich habe schon seit gut 8 Jahren eine Zugangslösung für einige Fitnessstudios betrieben. Das war gekoppelt mit einer Verwaltungs-Software für Mitglieder und einer individuellen Telefonanlage für den eigentlichen Zugriff. Es war zur damaligen Zeit wirklich hoch-innovativ, weil das System quasi "Online-Onboarding" unterstützt hat und man Mitgliedern bei Anmeldung via Homepage Zugang erteilen konnte, ohne ihnen vor Ort einen Schlüssel übergeben zu müssen. Der Nachteil des Systems war, dass es schon sehr veraltet und somit pflegeintensiv war und sehr komplex und somit aufwändig, auf weitere Kunden auszurollen. Deshalb hab ich das Produkt eigentlich nie vertrieben. Passenderweise hatte ich aber nun die ultimative Gelegenheit, meine neue Plattform und meine neuen Fähigkeiten auszuprobieren. Einige Monate später wurde dann mein erstes IoT-Projekt geboren - Eine Neu-Interpretation eines Massen-Zugangssystems mit dem Versprechen, hochverfügbar und sicher zu sein. Es beinhaltet alle Funktionen des alten Systems und noch viele mehr - Eine komplett neue Spielwiese für Kreativität und Technologie in symbiotischer Wechselwirkung. Alle Bestandskunden sind auf das neue Produkt umgestiegen und es kamen sogar noch weitere Fitnessstudios durch Mundpropaganda hinzu. Eigentlich sollten meine Wochenenden mit Beckon ausreichend bedient worden sein, aber leider kam die zweite Corona-Welle und die Fitnessstudios haben ein Jahr später noch immer nicht geöffnet - So wartet Beckon noch immer auf seinen großen Einsatz in der Fitness-Szene mit schon ca. 5.000 Benutzern in der Warteliste. Zumindest konnte sich das Zutrittssystem inzwischen in anderen Einsatzgebieten wie zB. Self-Storage und Garagen ein bisschen unter Beweis stellen und funktioniert dort zuverlässig und prächtig.

Boxy

Weil Beckon noch auf das Corona-Ende wartet, waren natürlich einige Wochenenden wieder frei. Der E-Dampf-Shop meines Vertrauens hat aber wegen dem Lockdown nur zu bestimmten Tagen offen - Genau dann, wenn ich erstens arbeiten muss und zweitens trotz Lockdown maximaler Berufsverkehr herrscht. Dasselbe Problem habe ich, wenn ich beim Conrad was online kaufe und dann am selben Tag haben möchte - Ich muss vor Dienstschluss versuchen, hinzukommen. Glücklicherweise habe ich nun das Skillset, um genau dafür eine Lösung zu schaffen. Geboren wurde Boxy - die modulare, smarte Abholstation. Jedes Geschäft kann ab Sommer eine oder mehrere Boxies außen an die Wand montieren und seinen Kunden "Click & Collect" anbieten. So ungefähr, wie die Abholstation bei der Postfiliale - nur cooler, modularer und smarter. Jedes Geschäft hat es bei sich vor dem Lokal und größere Einkaufszentren können viele Boxies betreiben und mit allen Geschäften teilen. Der Kunde braucht keine App. Ein Neben-Einsatzgebiet sind Privathaushalte - Diese können Pakete damit empfangen. Der Paket-Zustelldienst kann Boxy nämlich per Knopfdruck öffnen und beim Verschluss ist Boxy automatisch versperrt und der Besitzer bekommt automatisch eine Benachrichtigung auf das Smartphone, dass ein neues Paket zugestellt wurde. Derzeit ist Boxy noch ein Prototyp, aber schon diesen Sommer ist die Massenproduktion geplant.


Das bin ich!

Ich habe sehr wenige Wochenenden in meinem Leben wartend verbracht und ich weiß noch immer nicht, wie man "lebt", aber ich versuche meine Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen und dabei so viel wie möglich zu lernen. Ich habe noch sehr viele andere Dinge gelernt und gemacht, aber die oben genannten empfinde als prägend für meine heutige Persönlichkeit.

Vielen Dank!

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